Psychotherapie in Zürich

Je nach Fragestellung und Anliegen setze ich unterschiedliche Methoden ein. Häufig kommt es auch zu einer Kombination.

Systemische Therapie und systemische Aufstellungen

In der systemischen Therapie liegt der Fokus auf den zwischenmenschlichen Beziehungen in einer Gruppe (Partnerschaft, Familie, Arbeitsteam). Diese Beziehungsmuster dienen als Grundlage für die Diagnose und Therapie von seelischen Beschwerden. Ziel ist es, die problematischen Beziehungs- und Kommunikationsmuster aufzudecken und zu verändern sowie Ressourcen zu aktivieren, damit sich das Wohlbefinden wieder verbessert.

Systemische Aufstellungen werden in der systemischen Therapie häufig angewendet. Mit systemischen Aufstellungen können wir familiäre Belastungen aus der Vergangenheit und der Gegenwart erkennen und Lösungen finden. Die Veränderung der Aufstellung zur Lösung hin kann für die Betroffenen erstaunlich heilend sein. Neue Sichtweisen und neue Verhaltensweisen sich selber und den anderen gegenüber werden dadurch möglich.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Therapie ist eine Therapieform, die sich vor allem unseren Gedanken widmet. Dies sind zum Beispiel Einstellungen, Bewertungen und Überzeugungen. Die kognitive Therapie geht davon aus, dass die Art und Weise wie wir denken stark unseren Alltag bestimmt. Nicht die objektive Realität, sondern die subjektive Sicht der Dinge ist entscheidend für unser Wohlbefinden und unser Verhalten.

In der Verhaltenstherapie wird vor allem Hilfe zur Selbsthilfe geboten. Das Ziel ist die Ausbildung und Förderung von Fähigkeiten und neuen Kompetenzen im Umgang mit belastenden Situationen. Somit liegt der Schwerpunkt der Therapie auf dem beobachtbaren Verhalten und dessen Veränderung.

Obwohl der Begriff kognitive Verhaltenstherapie vermuten lässt, dass in der Therapie nur die Gedanken und das beobachtbare Verhalten berücksichtigt werden, bezieht sie auch Gefühle und körperliche Empfindungen mit ein. Zudem werden auch die kurz- und langfristigen Konsequenzen des Verhaltens, wie zum Beispiel die Reaktionen des Umfeldes oder die Folgen für die eigene Gesundheit, mitberücksichtigt.

Schematherapie

In der Schematherapie wird die kognitive Verhaltenstherapie theoretisch und praktisch um Erkenntnisse und Techniken der psychodynamischen, bindungstheoretischen und gestalttherapeutischen Ansätze erweitert. Hinzu kommen Elemente aus der Transaktionsanalyse und der Hypnotherapie. Die Schematherapie hat das Ziel seit langem bestehende problematische Lebensmuster (Schemata) zu verändern.

Schematas sind Überzeugungen und Verhaltensmuster, die in der Kindheit entstanden sind und sich wie ein roter Faden durch das Leben eines Menschen ziehen. Geprägt werden sie durch Erfahrungen mit den Eltern, Geschwistern oder anderen Bezugspersonen. Diese Schematas sind meist unbewusst und für unsere Gefühle und unser Verhalten von zentraler Bedeutung. In der Therapie lernt der Klient, die eigenen Schematas zu erkennen und zu neutralisieren sowie mit den damit verbundenen Gefühlen besser umzugehen. Zudem lernt er vermehrt das Verhalten eines wohlwollenden und fürsorglichen Erwachsenen zu zeigen.

Als Hilfsmittel für den Umgang mit den eigenen Schematas dient die Aufgliederung in unterschiedliche Persönlichkeitsanteile (Modi). Das ist eine therapeutisch erwünschte und bewusst herbeigeführte Differenzierung in verschiedene Aspekte der eigenen Persönlichkeit.

Akzeptanz und Commitment Therapie (ACT)

In der ACT werden sowohl Akzeptanz- und Achtsamkeitsstrategien als auch Strategien der Verhaltensänderung eingesetzt. Mit einer Erhöhung der sogenannten psychischen Flexibilität wird ein wertorientiertes Leben unter sich ständig verändernden Lebensbedingungen gefördert. Psychische Flexibilität bedeutet, dass eine Person sich ihrer gegenwärtigen Erfahrung öffnet und gleichzeitig beherzt handelt, wie es ihren ganz persönlichen eigenen Werten entspricht.

Die therapeutische Arbeit umfasst dabei sechs Kernkompetenzen, die im Laufe der Behandlung gefördert werden: Akzeptanz, Defusion, Achtsamkeit, Beobachter-ICH, Werte und werteorientiertes Handeln (Commitment). Die einzelnen Komponenten sind nicht voneinander getrennt, sie bilden zusammen ein vernetztes Ganzes.

Achtsamkeit und Meditation

Im Buddhismus hat die Achtsamkeit einen zentralen Stellenwert. Achtsam sein bedeutet, ganz in der Gegenwart, im Hier und Jetzt zu sein und sich seiner Empfindungen, Gefühle, Gedanken und Handlungen voll bewusst zu sein, ohne sie zu verurteilen.

In der Psychotherapie werden Achtsamkeits- und Meditationsübungen als eigenständige wirksame Verfahren vermehrt eingesetzt. Sie dienen vorwiegend der Schulung der Selbstwahrnehmung, der Reduzierung von Krankheitssymptomen und der Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.